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Was uns ernährt

über Saatgutzüchtung und -forschung

Interview mit Christina Henatsch, Agraringenieurin und Saatgutzüchterin

Christina Henatsch
Christina Henatsch

Saatgut ist Kulturgut und sollte allen zur Verfügung stehen. Die Realität ist aber, dass weltweit zehn Firmen 80% des Saatguthandels und der Züchtung neuer Sorten in der Hand haben, und zwar so, dass sie sog. Hybriden züchten, die sich nicht weitervermehren lassen. So entsteht eine Abhängigkeit von diesen Firmen, die ihrerseits verbunden sind mit der biochemischen Industrie und vermehrt gentechnische Methoden benutzen.
Die Qualität der Nahrung fängt beim Saatgut an, und viele Menschen vertragen die Hybriden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.
Die „Kultursaat e.V.“ finanziert Mitarbeiter, u. a. Christina Henatsch bei Gut Wulfsdorf, dass sie samenfeste Sorten entwickeln, die eine Zukunft haben, d. h. von Generation zu Generation weiter entwickelt werden.

Interviewpartnerin: Christina Henatsch hat die Schule für biologisch-dynamischen Land- und Gartenbau in Holland abgeschlossen, danach Agrarwissenschaften in Bonn studiert. Betreibt seit 14 Jahren ihre Forschung in „Kulturpflanzenentwicklung Wulfsdorf e.V.“, was eines der Projekte von „Kultursaat e.V., Verein für biologisch-dynamische Gemüsezüchtung und Kulturpflanzenerhalt auf biologisch-dynamischer Grundlage“ ist. Sie arbeitet selbständig und hat einige Mitarbeiter; sie stellt Projektanträge an den Kultursaatvorstand, und nach Prüfung wird ihr eine Finanzierung zugesprochen.
„Kultursaat e.V.“: Von Kultursaat e.V. initiiert wird in ungefähr 20 Projekte in ganz Deutschland auf verschiedenen Höfen Gemüsezüchtung betrieben, integriert in den Gemüseanbau der jeweiligen Gärtnereien. Seit ca. 20 Jahren gibt es den Saatgutfonds der GLS-Treuhand, dadurch können einige Menschen mit voller Arbeitsstelle für die Züchtung freigestellt werden. Christina Henatsch: „Die Gärtnerei vom Gut Wulfsdorf macht den Anbau, pflanzt meine Zuchtlinien, und ich selektiere aus deren Beständen. Der Rest, das sind ca. 90%, geht in den Verkauf.“

Christine Pflug: Du machst sowohl Saatgutforschung und auch Saatgutzüchtung, was davon am meisten?

Christina Henatsch: Ich betreibe vor allem Gemüsezüchtung im Sinne von Sortenentwicklung. Genauso wie die verschiedenen Sorten bei Äpfeln und Kartoffeln, Linda, Boskop, Elstar, Herbstprinz usw., gibt es das auch bei Gemüse. Beispielsweise sind Möhren zylindrisch oder konisch, von schneller oder langsamer Entwicklungsdauer, mit Treibhausanbau oder ohne. Diese Züchtung haben früher die Betriebe selbst gemacht. Seit ungefähr hundert Jahren haben Züchterfirmen diese Sortenentwicklung übernommen, inzwischen auch unter Verwendung von biotechnologischen Methoden und immer mehr von gentechnischen Methoden. Es wird im und für den konventionellen Anbau gezüchtet, und die Sorten, die daraus hervorgehen, werden aber auch im Öko-Landbau verwendet. Es gibt bisher wenig Züchtung für den ökologischen Anbau; es gibt zwar Initiativen, die die alten Sorten erhalten, aber diese landen nie auf dem Teller der Konsumenten. Erstens produzieren sie nicht genug Saatgut und zweitens ist die Sortenqualität unzureichend für die Erfordernisse des heutigen Gemüseanbaus. Mit „Kultursaat“ schließen wir sozusagen die Lücke zwischen den Erhaltungsinitiativen und den immer weiter labortechnisch konventionellen Züchtungen und züchten im Ökoanbau für den Ökoanbau. Es ist die traurige Wahrheit, dass wir weltweit die einzige Initiative (seit 6 Jahren zusätzlich auch Saat:gut e.V. Bioland) sind, die auf biologisch-dynamischen Betrieben für den Ökoanbau züchtet, also Sorten entwickelt, die den Bedingungen des Ökoanbaus angepasst sind. Es sind samenfeste Sorten, d. h. von Generation zu Generation entwickeln sie sich weiter.

C. P.: Wozu ist es wichtig?

C. Henatsch: Vor 30 Jahren fing die Hybridzüchtung an. Bei Hybriden werden Inzuchtlinien entwickelt, diese werden gekreuzt, und dieses Kreuzungsprodukt wird angebaut.

anbautechnischer „Murks“

Das Saatgut der ersten Generation ist relativ einheitlich, aber das Saatgut der nächsten Generation spaltet sich, es gibt eine große Vielfalt – genau gesagt für den Gärtner anbautechnischen „Murks“. Es ist im Prinzip ein eingebauter Patentschutz, weil diese Sorten keine Zukunft haben: Wenn man sie weitervermehrt, ist es meistens so, dass in der „Tochtergeneration“ nichts Brauchbares dabei ist. Ich habe das mal versucht: Von dem Saatgut einer Kohlhybride habe ich 1.500 Stück gepflanzt und lediglich 50 haben einen Kopf gebildet, der Rest ist durchgeschossen, war also nicht verwertbar.

C. P.: Hat das geschäftspolitische Hintergründe?!

C. Henatsch: Es besteht so eine Abhängigkeit von einigen wenigen großen Züchterfirmen. Früher gab es drei bis vier große Gemüsezüchter in Deutschland – die existieren alle nicht mehr. Es ist eine große Konzentration auf dem Saatgutmarkt: 80% des Saatgutes ist weltweit in Händen von 10 Firmen und 4 Firmen davon halten 25% in den Händen. Die Qualität der Nahrung fängt beim Saatgut an, und wenn die nicht in Ordnung ist, dann macht das kein noch so toller Anbau wieder gut. Da kann man mit Demeter bewirtschaften wie mal will, die Unverträglichkeit für manche Verbraucher bleibt.

Es wird ein Defekt zum Prinzip erhoben

Ich finde diese Vorstellung ziemlich gruselig: Was wir essen, bestimmen 10 Firmen, und diese sind wiederum verbunden mit der Ölindustrie oder biochemischen Industrie, d.h. Es besteht die Verbindung von Düngemittel- und Pestizidentwicklung, -herstellung, -handel und Saatgut, und alle verwenden bio- und gentechnische Methoden. Bei der modernen Hybridzüchtung muss eine Linie männlich steril sein, es wird also ein Defekt zum Prinzip erhoben. Die Verwendung von gentechnischen Methoden zur Erstellung der cytoplasmatischen männlichen Sterilität (cms) ist für die Verbandsbiobetriebe verboten, bei EU-Bio darf das aber verwendet werden. So kommt also die Gentechnik durch die Hintertür der Hybridzüchtung doch in den Anbau.
Die Botschaft ist: In der konventionellen Züchtung werden vermehrt gentechnische Methoden verwendet; insofern ist es für uns wichtig, dass wir eigenen Sorten entwickeln, die eine Zukunft haben. Hybriden sind sozusagen Eintagsfliegen; sie werden jedes Jahr synthetisch neu zusammengesetzt.
Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch ein sich entwickelndes Wesen ist, sollte er Nahrungsmittel essen, die auch Entwicklungsmöglichkeiten haben. Die Pflanze ist ein Kulturbegleiter des Menschen. Bei jeder Völkerwanderung war das Saatgut das Wichtigste, was man mitnahm.
Zu dieser Entwicklung gehört auch eine Geschmacksselektion, die wir machen, d.h. von Generation zu Generation einer Pflanze kann sich der Geschmack verbessern. Auch passt sich eine samenfeste Sorte dem Boden und den veränderten Klimabedingungen an. Diesen Zukunftsaspekt haben Hybriden nicht.

So isst man eigentlich ein verdecktes Chaos

C. P.: Dass Pflanzen sich weiterentwickeln müssen, ist eigentlich für den gesunden Menschenverstand einsichtig. Wie aber wirken sich Hybriden für den Menschen aus?

C. Henatsch: Die Hybriden sind durch die Art, wie sie hergestellt werden, schwer verdaulich. Man sagt, dass heute 60% der Krankheiten ernährungsbedingt sind; Ärzte sprechen von „wunden Mägen und wunden Därmen“ als eines der Hauptprobleme, mit denen Menschen in die Praxis kommen. Ich kenne Menschen, die beispielsweise einen empfindlichen Magen haben, sich relativ gesund ernährt haben, aber keine Hybriden vertragen. Erst mit den samenfesten Sorten hörten dann die Beschwerden auf. Man braucht sich eigentlich nur die Tatsachen anzuschauen: Bei Hybriden sieht die erste Generation zwar einheitlich aus, aber in der nächsten Generation würde sich Chaos offenbaren. So isst man eigentlich ein verdecktes Chaos. Und wenn Menschen empfindlich oder empfindsam sind, merken sie das: beginnend von einem Unwohlsein bis hin zu Magenkrämpfen, Kopfschmerzen usw.

„Rückenwind“ für geistig-seelische Wahrnehmungen

Die Menschen werden empfindsamer und immer sensibler, und viele wollen sich heute geistig und seelisch entwickeln. Was ist dazu eine adäquate Ernährungsgrundlage? Ehrenfried Pfeiffer, Landwirt und Forscher, fragte Rudolf Steiner: Warum bemühen sich die Menschen und meditieren, kommen aber zu keinen Erfolgen? Rudolf Steiner sagte darauf: Das ist eine Ernährungsfrage. Im „Landwirtschaftlichen Kurs“ stellt Rudolf Steiner auch dar, dass die Nahrungsmittel in hundert Jahren nicht mehr zur Ernährung der Menschen dienen werden. Diese Situation haben wir jetzt! Es gibt Menschen, die verhungern vor vollen Tellern. Mir wurde berichtet von Flüchtlingen aus Afghanistan, die hier erstaunt sind, was es alles zu kaufen gibt, aber merken, dass sie es gar nicht essen können. Sie haben zuhause ihre ursprünglichen Sorten angebaut und vertragen die Nahrung hier nicht.
Wir sind nach dem Essen übermüdet, weil der Körper damit beschäftigt ist, das Aufgenommene wieder auszugleichen und durchzuarbeiten. So soll es aber nicht sein: Wir sollten uns Kräfte zuführen, und man sollte „Rückenwind“ bekommen beispielsweise für geistig-seelische Wahrnehmungen, dafür, dass die Chakren geöffnet werden. Man wird sich nie „in den Himmel essen“ können, aber man kann sich so ernähren, dass man es noch schwerer hat oder dass die Nahrungsmittel etwas anbieten. Schiller sagte: „Suchst du das Höchste, das Größte, die Pflanze kann es dich lehren; was sie willenlos ist, sei du es wollend – das ist’s.“ Die Pflanzen geben uns Urbilder, inzwischen sind sie aber durch die Züchtung so degeneriert, dass sie gar nicht mehr urbildhaft sind: Der Weizen ist nicht mehr 1,60 hoch, sondern 90 cm. Wir haben keine goldenen Garben mehr, sie sind grau verpilzt. Und darum geht es eigentlich: die Pflanze so zu züchten, dass ihr Eigencharakter wieder sein darf.

C. P.: Wo erhalten die Konsumenten die samenfesten Sorten?

C. Henatsch: Manche, vor allem Hof-Läden und Gärtner, die direkt über Märkte und Abokisten vermarkten, bemühen sich vermehrt, ausschließlich samenfeste Sorten anzubieten.
Leider ist noch die Realität, dass in vielen Bioläden Sorten aus konventioneller Züchtung im Angebot sind, gerade wenn es um die Verteilung über den Großhandel geht. Der Anspruch der Konsumenten an das Aussehen des Gemüses ist so hoch, dass es eigentlich nur mit Hybriden realisiert werden kann. Bei Möhren werden beispielsweise bis zu 60% aussortiert, weil sie in eine bestimmte Tüte passen müssen.
Deswegen muss es eine Züchtung für den ökologischen Anbau geben, damit wir auch die samenfesten Sorten auf das Niveau von 2016 bringen, und zwar so, dass die Gärtner keinen Minderertrag erwirtschaften und die Kunden nicht zurückschrecken, wenn nicht alles einheitlich gerade in eine Schachtel passt.

C. P.: Die Saatgutzüchtung ist deine hauptsächliche Tätigkeit. Du hast parallel dazu 12 Jahre Saatgutforschung betrieben. Was machst du da?

C. Henatsch: Klassisch geht Züchtung so, dass Pflanzen gekreuzt werden; daraus entsteht eine Vielfalt, und aus dieser wird selektiert, d.h. die schönsten werden rausgesucht, um eine neue Sorte zu entwickeln. Für mich war die Frage, ob ich auch auf eine andere Art und Weise auf Pflanzen einwirken kann. Gibt es eine gezielte Einflussnahme auf die Pflanze, entweder auf das Saatgut oder auf die wachsende Pflanze, aus dem Ätherischen heraus? Die zweite Frage, die ich aus dem „Landwirtschaftlichen Kurs“ von Rudolf Steiner entnahm: Wie wirkt der Kosmos auf die Pflanze? Wie kann ich das Pflanzenwachstum beeinflussen, was Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs nur andeutet, durch den Tierkreis und die Planeten?

C. P.: Die Pflanzen mit den Planeten und dem Tierkreis beeinflussen: Wie kann das gehen?

Planetenwirkungen

C. Henatsch: Wenn Beispiel die Sonne im Trigon, d.h. 120 Grad-Winkel, zum Jupiter steht, habe ich beim Aussäen eine direkte Wirkung dieser einen Konstellation. Sonst hat man immer den ganzen Himmel, aber wenn man zeitnah an diese Konstellation herangeht, vielleicht eine halbe Stunde vorher, hat man eine rel. reine Wirkung.

C. P.: Wie wirkt sich das aus?

C. Henatsch: Am häufigsten kommen die Trigone einzelner Planeten mit dem Mond vor. Dann wirkt der Saturn anders als der Jupiter oder der Mars oder die Venus. Man kann sehen, dass der Jupiter starke Gestaltungskräfte hat, d. h. die Blätter sind stärker geformt, der Geschmack wird intensiver, süßer; bei Saturn werden die Blätter größer, aber z. B. bei Rote Beete oder Möhren wird die Form „rübig“, also wurzeliger und weniger fruchtartig, der Geschmack kann überaromatisch sein. Mars bringt mehr eine Chaotisierung und starke Wüchsigkeit, und bei Venus gab es z. B. beim Brokkoli unglaublich schön geformte Blumen, aber eher gedrungen.
Weil diese Konstellationen massiv wirken und das in der Ernährungsqualität zum Ausdruck kommt, fand ich das zu stark – man will ja keine Trigonwirkung essen, sondern in erster Linie einen Salat. So habe ich gesucht, wie man das abschwächen kann, damit die Konstellationswirkung nicht so dominant ist. Wie kann ich die Wirkung von einem Salat, einer Möhre, einer roten Beete in mir nachspüren? Wenn ich die unter einer bestimmten Konstellation aussäe, kann ich merken, dass ich mehr die Konstellation empfinde, als die Eigenart des jeweiligen Gemüses.
Wir haben dann auch Versuche gemacht, Eurythmie einzubringen, d.h. wir haben das Saatgut mit den Eurythmiegesten der verschiedenen Tierkreiszeichen und der Planeten behandelt.

Man kann Einfluss nehmen auf die Wachstumsgestalt der Pflanzen

C. P.: Ihr habt vor den Pflanzen Eurythmie gemacht?

C. Henatsch: Vor dem Saatgut. Das war damals eher noch ein Lernen: Wie wirkt eine eurythmische Bewegung des Mars, des Jupiters, weiterhin verschiedener Sternzeichen, wie wirken bestimmte Töne? Ich habe vor Pflanzen Eurythmie gemacht und die Ergebnisse haben mir gezeigt, wie Kräfte wirken.
Es wurden verschiedene Fragen beantwortet: Wirkt das überhaupt? Kann Eurythmie überhaupt Einfluss nehmen auf das Wachstum? Es hat mehr gewirkt, als ich es für möglich gehalten hätte. In mir ist ein ungeheurer Respekt entstanden; einmal vor der Eurythmie überhaupt, die diese Wirkung vermittelt, und dann auch vor der Tatsache, dass man als schöpferisches Wesen Mensch diese Wirkung vermitteln kann.
Die Untersuchungen von den jeweiligen Ergebnissen wurden immer mit anderen zusammen getätigt.

Über eine Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit wird die ätherische Wirkung der Pflanzen nachvollzogen

C. Pflug: Was habt Ihr untersucht, bzw. wie lassen sich diese Ergebnisse feststellen?

C. Henatsch: Es war eine Untersuchung mittels der rationellen Bildekräfteforschung nach Dorian Schmidt; über eine Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit wird die ätherische Wirkung der Pflanzen direkt nachvollzogen und am eigenen Ätherleib gespiegelt. Dadurch, dass man die Pflanze in die Hand nimmt oder isst, zeigt sich das Ätherfeld, das man nachempfinden kann. Dafür haben wir uns vorher extra geschult. Und um eine Objektivität reinzubringen haben wir zu mehreren diese Untersuchungen gemacht und aufgezeichnet; auch in mehreren Jahren, an unterschiedlichen Kulturen, wiederholt. Die Versuchspersonen waren an verschiedenen Orten und auch in verschiedenen Zusammenschlüssen. Diese Bildkräfteforschung von Dorian Schmidt ist ein sehr spezielles Thema, das man, um es zu verstehen, weiter darstellen müsste.
Die Botschaft für mich ist: Man kann Einfluss nehmen auf die Wachstumsgestalt der Pflanzen. Egal, ob ich unter bestimmten Konstellationen aussäe, Eurythmie mache, meditiere, musiziere: Das hat alles Auswirkungen. Die Haltung, mit der ich der Pflanze begegne, hat einen wesentlichen Einfluss auf die Ernährungsqualität. Ich versuche durch eine bestimmte Zuwendung auf die Pflanze ihren Eigencharakter zu stärken.

C. P.: Was wünschst du dir für die Zukunft?

C. Henatsch: Ich wünsche mir, dass die Sorten, die meine Kollegen und ich entwickeln, von ihrem Anbau her so gut sind, dass die Gärtnerkollegen sie auch verwenden mögen; dass sie in ihrem Geschmack und ihrer Ernährungsqualität so sind, dass die Kunden sofort merken: Ah, das tut mir wohl! Das möchte ich gerne haben! Der Handel sollte an diesem Thema so aufwachen, dass er eine Brücke schlagen kann zwischen dem, was wir als Züchter entwickeln, was die Gärtner gerne anbieten wollen und dann eine aktive Rolle dabei übernehmen, das auf den Markt zu bringen; dass die Ladner das gerne verkaufen und dass die Kunden ein Wohlgeschmack und ein Wohlempfinden haben, wenn sie diese Sorten zu sich nehmen. Schön wäre, wenn so von Seiten der Kunden ein Sog entsteht, der die Nachfrage voranbringt.

www.Kultursaat.de
www.bingenheimersaatgut.de
, Kulturpflanzenentwicklung Wulfsdorf: Bornkampsweg 38a; 22926 Ahrensburg