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Anerkennen statt Kritik

Auf der Suche nach Aufbaukräften

Interview mit Christian Scheffler und Ulrich Meier, Pfarrer der Christengemeinschaft und in der Leitung des Priesterseminars Hamburg

Christian Scheffler, Bildrecht: Priesterseminar Hamburg
Christian Scheffler, Bildrecht: Priesterseminar Hamburg
Ulrich Meier Foto: Wolfgang Schmidt

Die Menschen erleben viel Zerstörung, in ihren sozialen Bezügen, aber auch in der eigenen Biografie. Wie kann man Aufbaukräfte in sich selber und auch in der Gemeinschaft mit anderen entdecken und stärken? „Ich brauche den anderen, ich brauche das Du, damit meine Selbsterkenntnis im Dialog mit dem anderen vollständig wird.“

Interviewpartner: Christian Scheffler, Pfarrer der Christengemeinschaft, seit 2008 in Hamburg, mit Frau und vier Kindern von Leipzig gekommen, um in die Seminarleitung des Hamburger Priesterseminars mit einzusteigen. „Interessant ist, dass wir beide – Ulrich Meier und ich – uns in dieser Konstellation über die gesamte Zeit nicht nur irgendwie ausgehalten oder ertragen haben, sondern nach wie vor konstruktiv zusammenarbeiten.“ 2013 hat er zusätzlich die Geschäftsführung des Priesterseminars übernommen.
Ulrich Meier, Pfarrer der Christengemeinschaft seit 1990. Davor Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher und zwei Jahre Tätigkeit im Landschulheim Schloss Hamborn. 16 Jahre Gemeindepfarrer in Hannover, seit 2006 in Hamburg Mitarbeit in der Leitung des Priesterseminars und Gemeindepfarrer in Hamburg-Mitte. Redakteur der Zeitschrift „Die Christengemeinschaft“.

 

Christine Pflug: Im Februar bietet Ihr das Seminar an „Anerkennen statt Kritik – auf der Suche nach Aufbaukräften“. Wie seid ihr auf dieses Thema gekommen?

Ulrich Meier: Wir haben es wie immer in unserem Leitungsteam gemeinsam gefunden. Dort arbeiten wir mit Christiane Hagemann und Marianne van Biert zusammen. Und auf dieses Thema sind wir aus der Wahrnehmung des Zeitgeschehens gekommen: Nach unserer Beobachtung erleben heute die Menschen viel Abbau – in ihren sozialen Bezügen, aber auch in der eigenen Biografie. Daher haben wir den Untertitel gewählt, um auf die positive Wendung zu kommen: die sozialen und auch biologischen Aufbaukräfte lassen sich in der eigenen Lebensführung, aber auch in der Gemeinschaft mit anderen entdecken.

Christian Scheffler: Und es ist auch in dem Sinne Ausdruck unserer Arbeitsweise, dass, wenn wir auf der Suche nach solchen Themen oder Richtungen sind, die vielleicht für einen Kurs oder ein Modul in Frage kommen, jeder etwas dazu beiträgt. Es ist es dann am Ende nicht eins zu eins, aber wir haben in unserem Team irgendwie untereinander die Fähigkeit, ganz spät ins Kritisieren zu gehen, sondern erst einmal das zu nehmen, stehen zu lassen und sozusagen gemeinsamen eine Art Arbeitsplatz in der Mitte zu gestalten, wo wir einfach ausprobieren und etwas wachsen lassen. Und das ist für mich immer wieder ein Phänomen, dass daraus auch wirklich etwas entsteht. Insofern ist dieses Seminar nicht ein irgendwie gefundener Titel und ein Thema, sondern Ausdruck unserer Zusammenarbeit.

Die Dinge fließen zusammen.

U. Meier: Das bedeutet auch eine Investition in längere Gesprächszeit. Wenn man alleine wäre und es schnell macht, kommt man gut durch, aber dann fehlt dieses Dialogfeld. Wir sind mindestens zweimal gründlich an diesem Thema gesessen, dann bedenkt es jeder noch einmal selbst, und am Ende kommt das, was Christian gerade sagte: die Dinge fließen zusammen. Und das genieße ich sehr.

C. P.: Und wie kommt ihr auf die inhaltlichen Punkte des Seminars?

C. Scheffler: Wir suchen den Bezug vom Titel zum Kursinhalt. Ein Beispiel: Jeder kennt den Unterschied, wenn man in einer sozialen Situation, sei das Familie, Arbeit, Nachbarschaft, Wohngemeinschaft eine Idee einbringt und die aufgegriffen und damit umgegangen wird oder ob sie gleich abgetan wird: Das geht nicht, das haben wir nie gemacht, das kann man nicht bezahlen oder was auch immer. Und damit ist der eigentliche Gestaltungsprozess schon abgebrochen, und derjenige steht mit seinem Impuls an der Seite und weiß nicht, was er damit nun weiter machen soll. Die Erfahrung, welche Wirkung so etwas hat, kennt jeder.

einen Anteil an der Lähmung unserer Zeit?

Es war unser Eindruck, dass das vielleicht auch einen Anteil an der Lähmung unserer Zeit hat; es entsteht gar kein aufnehmender Diskurs, gar kein Hin und Her und irgendwann resigniert man.

U. Meier: Man kann es auch anders sagen. Wir arbeiten für die Kurswochen eine Methodik aus, die wir zuerst für das berufsbegleitende Studium entwickelt haben und machen sie Menschen zugänglich, die sich mit unserer Bildungsarbeit verbunden fühlen, entweder mit einem Thema oder mit dem Priesterseminar als solchem. Dabei geht es zum Beispiel nicht in erster Linie um Wissensvermittlung, um die gedankliche Sphäre, in der unser Intellekt eher Trennendes und Spaltendes sucht – „Finde ich richtig, finde ich falsch, interessiert mich, ist uninteressant“ – sondern wir nehmen andere Ebenen dazu: Marianne van Biert leitet z.B. das Gestalten künstlerischer Prozesse im Malen an, und das wird ein durchgehender Anteil dieser Woche sein. Kunst ist nicht eine Beigabe, sondern wesentlicher Bestandteil der gemeinsamen Arbeit, sie wird thematisch so vorbereitet, dass es konkrete Berührungspunkte mit den Gesprächen möglich macht.

Ich kann an einem Kunstwerk manches leichter entdecken, als wenn bloß Meinung gegen Meinung steht. Ich kann z.B. anerkennen, dass jemand einen anderen Ansatz hat, eine andere Art, die Farbe zu behandeln, eine andere Art der Umsetzung dessen zu schaffen, was als Anregung gegeben wird.

C. Scheffler: Wir versuchen weniger von der belehrenden Wissensseite, wobei Wissen nicht fehlen soll, sondern mehr von der eigenen Beteiligung der Teilnehmer auszugehen. Wir suchen nach einem Weg, das Thema in der gesamten Woche in die Erfahrungsschicht der Seele zu bringen. Wenn ich etwas erfahre, dann ist ja schon die Frage, ist das jetzt richtig oder falsch, unangemessen. Sondern man tauscht sich aus und bemerkt: Im Zusammenklang der verschiedenen Erfahrungen wird etwas bewusst, was auch mein Bild und meine Perspektiven sehr erweitert.

Welche Werte habe ich für mich aus dem Projekt mitgenommen?

U. Meier: Eine zentrale Anregung dieser Kurswoche besteht darin, sich selbst ein konkretes Lebensprojekt vorzunehmen, das man in der Kurswoche, aber auch danach täglich weiter entfalten kann: Was ist mein persönliches, in den Alltag integrierbares Projekt innerhalb dieser Themenstellung? Das ergibt eine andere Sicht: Ich bin durch die Gespräche angeregt, das Thema selbst in die Hand zu nehmen; dafür gibt es dann auch Zeiten, in denen ich für mich bin und aufschreibe oder wo ich zu zweit oder zu dritt mit anderen im Gespräch bin. Am Ende sollte jeder für sich finden: Welche Werte habe ich für mich aus dem Projekt mitgenommen? Beispielsweise: Ich möchte jeden Tag wenigstens einmal mit den gefiederten Geschwistern am Himmel und in den Bäumen Kontakt haben.

C. Scheffler: Am Montag geht es gleich los mit der Frage und der Anregung: „Was hast du in Bezug auf das Thema von dir persönlich an Fragen mitgebracht?“ Das kann am Ende in ein Projekt münden, so wie Ulrich das mit den gefiederten Freunden beschrieben hat. Oder man kann sich vielleicht auch bewusst fragen: Habe ich heute jemandem Anerkennung zukommen lassen?

Es geht um die Fähigkeit, unterscheiden zu lernen.

C. Pflug: Und in welchen Zusammenhang stellt Ihr das alles mit religiösen Inhalten?

U. Meier: Wir haben an den drei mittleren Tagen nachmittags eine themenorientierte Arbeit am Evangelium. Es ist ein Teil der Feinplanung, dass wir danach schauen, welcher Bezug sich zum Evangelium ergibt. Wir suchen danach, wo Prozesse im Evangelium zu finden sind, die uns darauf hinweisen, z.B. etwas anderes, etwas Fremdes anzuerkennen und positiv zu verstehen. Wenn es um Kritik geht suchen wir zum Beispiel eine Stelle, in der es um die Fähigkeit geht, unterscheiden zu lernen. Das ist auch die Wortbedeutung von „Kritik“.

C. P.: Das ist ja die Kunst, die Balance zu halten zwischen dem, dass man im Leben und Alltag urteilen muss, um sich zurechtzufinden und andererseits aber auch immer wieder diese Offenheit und Wertschätzung behält. Wie setzt man das ein?

C. Scheffler: Es geht ja nicht darum, alles „weichzuspülen“ und jede Kritik wegzulassen. Das wäre am Leben vorbei, denn die Sachen, die nicht gut gelaufen sind, müssen auch benannt werden. Kritik ist angebracht im Sinne eines Sich-Bewusstwerdens. Aber Kritik hat ein paar Bedingungen, wenn sie hilfreich wirken soll.
Wir haben im Studienalltag immer wieder versucht, wenn jemand einen Beitrag gegeben oder eine Arbeit geschrieben hat, dass man eine Rückmeldung gibt, die nicht nur alles warm und weich einpackt, die aber auch nicht alles zerpflückt und am Ende bleibt nichts übrig. Ich finde so etwas bemerkenswert, weil wir heutzutage häufig schwach sind in der Beziehungsschicht miteinander. Dadurch passiert es: Wenn die Kritik nicht auf die Sache zielt, wird sofort die Beziehungsseite infrage gestellt. Wenn die Beziehungsschicht des Kollegialen, des Familiären, des Partnerschaftlichen stimmt, dann ist Kritik an sich kein Problem. Deshalb wird auch im Seminar ein Thema sein: Wann hat mir jemand Kritik gegeben, die aber Entwicklung ermöglicht hat und ich dadurch weitere Schritte machen konnte?

U. Meier: Ich denke, es geht darum, wie etwas eingebettet ist. Wenn ich mir die Mühe mache, jemandem einen Prozess zu schildern, den ich wahrgenommen habe – an etwas, was er gesagt oder getan hat – dann beginne ich schon, dem anderen nicht nur etwas entgegenzuhalten, sondern ihm etwas zurückzugeben; er merkt, „aha, das hat der jetzt gesehen, dass ich mich um dieses oder jenes bemüht habe“. Und dann entsteht bereits genau das, was Christian sagt: Auf der Beziehungsebene ist schon etwas angelegt, ein Acker vorbereitet, wo man sagen kann, zum Beispiel „nachdem ich das alles bei dir wahrgenommen habe, hätte ich mir auch vorstellen können, dass noch das und das kommt.“ Und das ist ein anderer Ansatzpunkt, als bloß zu sagen “das und das fehlt mir“. Und deswegen ist uns der Prozess als Erlebnis so wichtig.

Die Kultur des Würdigens

C. P.: Da kommt diese wichtige Qualität herein, nämlich Würdigung, dass man sieht und anerkennt, welche Anstrengung, Arbeit, welchen Aufwand jemand gemacht hat, bevor man etwas anderes dazustellt. Diese Kultur des Würdigens täte uns allen gut.
Jetzt der Punkt, „ich mit mir selbst“, also jeder mit sich selbst. Man selbst kritisiert sich immer vielfach, schaut, was man alles nicht kann, was man nicht erreicht hat, was bei anderen besser ist. etc. Wie findet man denn da eine Balance?

C. Scheffler: Gehen wir davon aus, dass es nicht schon pathologisch ist. Ich beobachte, dass das Eingangstor dieser Art von Selbstkritik oft der Vergleich mit anderen ist. Es gibt eine kurze Aussage: Mit dem Vergleichen mit anderen beginnt dein Unglück. Es ist dieses Hinschauen, und zwar nicht im Sinne von sich daran zu freuen, was die anderen machen, sondern ob ich besser oder schlechter bin.
Und ich würde denken, es ist eine Art Selbsterziehung, entweder sich dieses Vergleichende zu verbieten, was nicht leicht ist, das geht ja auch sehr schnell. Man wird als Kind in diese sozialen Vergleiche hineingestellt, als Schüler, „was habe ich für Marken-Klamotten, was haben wir für einen Lebens-Standard?“ etc. Das kann zu großem seelischem und sozialen Stress führen.
Eine Möglichkeit wäre, durch künstlerische Arbeit sich selbst dazu zu erziehen, in einem Gleichgewichtsmoment für sich selber bleiben zu können, auch wenn ich rechts und links sehe, was der eine und was der andere hat. Vergleichen schafft auch immer das Einfallstor von Neid oder Missgunst, auf ganz subtile Weise.

„das innere Team“

U. Meier: Ich hätte da noch einen anderen Ansatz, der stammt von dem Hamburger Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun, und zwar „das innere Team“. Es besteht aus der Vielzahl von Figuren, die ich sozusagen hinter meiner Bühne habe, bevor ich mit denen nach vorne an die Rampe trete.
Da ist auch von Balance die Rede. Ich muss mein inneres Team auch insofern gut führen, dass ich jeder und jedem auch eine Gelegenheit gebe, sein Thema oder seine Sicht der Dinge zu artikulieren. Und ein Teil dieses inneren Teams ist der Zensor, also die Figur, die oft auch in der biografischen Geschichte schon einen Vorlauf hat. Vielleicht war es der Großvater, der immer gesagt hat: „Also das reicht aber nicht, mein Lieber.“ Vielleicht sind es die Eltern, die Schwester oder Schulkameraden. Und manche Menschen haben einen sehr lauten Zensor, der ihnen ständig dazwischenredet, ins Ohr spricht und sagt, „Du kannst es nicht, du schaffst es nicht. Lass es, es ist nichts wert, was du machst.“ Es gibt natürlich auch den Prahlhans im inneren Team, der immer sagt: „Ja, ich bin der Allerbeste.“ Wir kennen die Figuren ja auch aus dem öffentlichen Leben. Es geht darum, das gesamte innere Team einzusetzen, die kritischen mit den wohlmeinenden ins Gespräch zu bringen.

C. P.: Diesen Aspekt finde ich auch sehr wichtig, dass z.B. dieser innere Zensor oder wer auch immer, im Grunde genommen eine positive Absicht hat. Man muss schauen: „Du bringst das zwar destruktiv rüber, aber was ist eigentlich deine positive Absicht daran? Und wie kannst du die vielleicht anders erreichen, ohne immer zu meckern.“ Es ist ein therapeutisches Gesetz, dass man die Dinge nicht wegkriegt, sondern schaut, wie ich sie integrieren kann und wie ich die positive Absicht dahinter aufdecke und zur Wirkung bringe.

U. Meier: Der Philosoph Kant, der das Wort Kritik ja sehr berühmt gemacht hat, sagt, wir müssen unsere eigene Denkfähigkeit ernst nehmen im Unterscheiden von Verschiedenem. Wir müssen weg von Vorgaben, die wir uns einfach auferlegen lassen. Er wollte der Kraft, die er Vernunft nennt, etwas Positives geben. Und für mich ist das die positivste Seite der Kritik, dass ich nicht sage: „alles ist einerlei“, sondern dass ich unterscheide: Dinge sind unterschiedlich, aber wie gebe ich ihnen ihre Würde, und wie führt diese Würde dazu, dass man aus der Verschiedenartigkeit auch zu dem findet, was nicht der gemeinsame Nenner, sondern was tatsächlich ein großes Bild ist, das aber durch Vielfalt gezeichnet ist.

C. Scheffler: Man kann ja viele von diesen Themen und Fragen aus der eigenen Perspektive anschauen: Wie gehe ich mit mir selber um, und womit bin ich zufrieden oder wo sehe ich noch einen Entwicklungsschritt. In dem Moment aber, wenn ein anderer oder mehrere andere aus dem Umkreis mir etwas zurückgeben von der Art, wie ich erscheine oder wie ich etwas gemacht habe, entsteht ein zwischenmenschliches Beziehungsfeld.
Und das ist auch ein wichtiger Gestaltungspunkt, dass ich aufwache für das, was ich selber wahrnehmen kann, aber mich auch empfänglich mache oder den Raum gestalte, dass mir vom Umkreis etwas kommt oder ich auch davon etwas hören will.Das ist für mich eine zukünftige Bewegung, z.B. im Zusammenarbeiten von Menschen, inwieweit wir auf dieser Strecke auch gesprächs- oder austauschfähig sind. Wenn ich über längere Zeit in einem Kollegium arbeiten müsste, wo das nicht funktioniert, dann ist eigentlich Schluss mit der Zusammenarbeit.

C. P.: Leider passiert das in der Praxis nicht häufig: neben der Würdigungskultur haben wir auch keine Kultur für Feedback; es sind nur Einzelne, die das aufgreifen.

Ich brauche den anderen, damit meine Selbsterkenntnis im Dialog mit dem anderen vollständig wird.

U. Meier: Selbstkritik ist das eine, setzt natürlich auch eine Selbstdistanzierung voraus. Aber mich selber anerkennen kann ich nur bis zu einem gewissen Grad. Ich brauche den anderen, ich brauche das Du, damit meine Selbsterkenntnis im Dialog mit dem anderen vollständig wird. Es ist was anderes, ob jemand etwas ausspricht, was er erlebt hat von dem, was ich getan habe, oder ob er es nur irgendwie zur Kenntnis nimmt.
Das hat auch mit Würde zu tun, die Würde entsteht eigentlich durch das Du. Die kann ich mir in einer Schicht nicht selber geben. Das heißt aber, der soziale Kontext ist vorrangig für beide Themen. Wenn ich den nicht pflege und ihm Zeit widme, auch Geduld habe für langsam wirkende Prozesse, dann wird diese Schicht zu dünn bleiben.

 

Priesterseminar Hamburg.
Offene Kurswoche:

Anerkennen statt Kritik. Auf der Suche nach Aufbaukräften.

Was haben wir der Zerstörung in unserer Zeit entgegenzusetzen? Wie finde ich den Mut zur Positivität? Wo lässt sich unter widrigen Umständen Gestaltungsspielraum finden?

 

  1. – 20. Februar 2026

Info und Anmeldung: Seminarbüro 040-334 555 80 oder

 

Anthroposophie gegen Rechtsradikalismus: Fakten und Argumente

Sieben Gründe warum Anthroposophie und Rechtsextremismus unvereinbar sind.
Zusammengestellt von Matthias Niedermann, 16.12.2023 ()

https://www.anthroposophie-gegen-rassismus.de/blog/sieben-gruende-warum-anthroposophie-und-rechtsextremismus-unvereinbar-sind

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